Landgericht Essen:  Legalisationen und Apostillen

 

Legalisationen und Apostillen

Worauf müssen Sie achten ? Was kann überhaupt beglaubigt werden ?
Antragstellung Quelle: Justiz NRW

Die Legalisation ist die Bestätigung der Echtheit einer ausländischen Urkunde durch den Konsularbeamten des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll. Für Urkunden aus vielen Staaten ist wechselseitig eine Legalisation aufgrund völkerrechtlicher Verträge nicht erforderlich oder sie wird durch die "Haager Apostille" ersetzt. Die "Haager Apostille" ist - ebenso wie die Legalisation - die Bestätigung der Echtheit einer Urkunde. Sie wird jedoch - anders als bei der Legalisation - von einer dazu bestimmten Behörde des Staates, durch den die Urkunde ausgestellt wurde, erteilt. Eine Beteiligung der Konsularbeamten des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll, ist dann nicht mehr notwendig.

Wenn Sie eine deutsche Urkunde im Ausland verwenden möchten, benötigen Sie dafür eine Bestätigung, dass diese Urkunde echt ist. Die Echtheit einer in Deutschland ausgestellten Urkunde wird entweder durch eine „Legalisation“ oder – in bestimmten Fällen – durch eine so genannte „Apostille“ bestätigt. Legalisationen und Apostillen sind lediglich verschiedene Formen der Beglaubigung von Urkunden.

Ob eine Legalisation oder eine Apostille erforderlich ist, hängt davon ab, in welchem Land Sie die in Deutschland ausgestellte Urkunde verwenden möchten. Sollte die Erteilung einer Legalisation erforderlich sein, erfolgt durch den Präsidenten des Landgerichts lediglich die sog. Vorbeglaubigung, unter Umständen – je nachdem in welchem Land die Urkunde verwendet werden soll – hat anschließend eine sogenannte Endbeglaubigung zu erfolgen; die Aufgabe der Endbeglaubigung hat das Auswärtige Amt auf das Bundesverwaltungsamt in Köln übertragen.

Weitere allgemeine Informationen zu dem Thema „Apostillen und Legalisationen“ finden Sie auf den Internet-Seiten des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de externer Link, öffnet neues Browserfenster) sowie des Bundesverwaltungsamts in Köln (www.bundesverwaltungsamt.de externer Link, öffnet neues Browserfenster).


Die Präsidentin des Landgerichts Essen erteilt Auslandsbeglaubigungen in folgenden Fällen:

  • Urkunden von Notaren mit Sitz im Bezirk des Landgerichts Essen,
  • Gerichtsurkunden (Urteile, Beschlüsse, Erbscheine, Registerauszüge) des Landgerichts Essen sowie der Amtsgerichte im Bezirk des Landgerichts Essen (Bottrop, Dorsten, Essen-Borbeck, Essen-Steele, Gelsenkirchen, Gelsenkirchen-Buer, Gladbeck, Hattingen und Marl),
  • Urkunden sonstiger Justizbehörden mit Sitz im Landgerichtsbezirk Essen,
  • Beglaubigungen von Übersetzungen eines vereidigten Dolmetschers/ ermächtigten Übersetzers.


Ihre Ansprechpartnerin für Auslandsbeglaubigungen:
Wenn Sie die Erteilung einer Apostille bzw. einer Legalisation beantragen möchten, wenden Sie sich bitte an

Frau Zupanc-Yalcin
Zimmer 391
Telefon: 0201 803-2113
Sprechzeiten: Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr und Donnerstag von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
                      (Sie benötigen keinen Termin).

Hinweise:
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Bearbeitung im Einzelfall bis zu 3 Werktage dauern kann.
Ihre fertigen Legalisationen und Apostillen können Sie in der Wachtmeisterei des Landgerichts abholen (Zimmer 286).

Selbstverständlich können Sie Ihren Antrag auch schriftlich stellen. Bitte nutzen sie dazu unser Antragsformular  PDF-Dokument, öffnet neues Browserfenster (60kb).

Bei gerichtlichen Urkunden ist zwingend darauf zu achten, dass diese mit dem Dienstsiegel versehen und unterschrieben sind.
Es können nur Originale beglaubigt werden, keine Kopien.

Bitte beachten Sie, dass die Erteilung von Apostillen / Legalisationen gebührenpflichtig ist.
Die Gebühr für die Beglaubigung von amtlichen Unterschriften für den Auslandsverkehr sowie die Gebühr für die Bescheinigung über die Beurkundungsbefugnis von Justizbeamten beträgt 20,00 Euro.


Informationen in weiteren Sprachen




 

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