Vortrag am 12. Oktober 2011.
Die „Stimme Amerikas“ spricht erneut im Essener Landgericht Harry Obst, langjähriger Dolmetscher im Weißen Haus in Washington, wird am
Mittwoch, den 12. Oktober 2011, um 18.00 Uhr
im Landgericht Essen, Zweigertstr. 52,
über das Thema
USA HEUTE – ABSCHIED VOM WOHLSTAND
referieren. Hierzu lade ich sehr herzlich ein. Die Veranstaltung wird durch den Verein zur Förderung kultureller Zwecke im Landgerichtsbezirk Essen e.V. unterstützt.
Der Eintritt ist frei.
Harry Obst wurde 1932 in Königsberg geboren, machte 1953 sein Abitur in Essen-Werden, wanderte 1957 in die USA aus und war dort von 1965–1997 für die amerikanische Bundesregierung tätig, u.a. als Chefdolmetscher, Leiter des Sprachendienstes im amerikanischen Außenministerium und Mitglied des Senior Executive Service. Obst kennt Washington und die USA wie nur wenige. In seinen Vorträgen, die er in Deutschland seit 1980 mehrfach gehalten hat, vermittelt er tiefe Einblicke in die amerikanischen Verhältnisse.
Im Landgericht Essen war Harry Obst bereits 1999, 2000, 2003 und letztmalig im November 2008 zu hören. Hierbei hat er unter anderem die Themen „Bush-Gore-Wahl“, „USA – Arrogante Supermacht?“ und transatlantische Auswirkungen der Präsidentschaftswahl Barack Obamas behandelt. Der jetzt geplante Vortrag ist erneut dem aktuellen Zeitgeschehen geschuldet: Seit dem Finanzdebakel 2008/2009 haben Millionen Amerikaner ihr Hausgrundstück oder ihre Eigentumswohnung verloren. Das Einkommen in der Mittelklasse ist seitdem um 2,3 Prozent gesunken. 65 % vom Zuwachs an Einkommen und Guthaben in der nur langsam expandierenden Wirtschaft gingen an das oberste ein Prozent der Verdiener. Nach Auffassung von Herrn Obst herrscht in der amerikanischen Wirtschaft und Politik heute eine „undemokratische Oligarchie“, was es dem Präsidenten nahezu unmöglich macht, das Ruder herumzureißen. Diese und ähnliche Aspekte wird Harry Obst beleuchten. Dem Referat folgt eine Diskussion.
Dr. Anders